Gemeinsam stark — gemeinsames Prozessieren ist kostengünstiger, effektiver und bietet deutlich mehr Durchschlagskraft als ein individuelles Vorgehen.

Was ist eine Sammelklage?

Bei einer Sammelklage (Massaclaim) bündeln mehrere Geschädigte ihre individuellen Schadensersatzforderungen in einem gemeinsamen Verfahren gegen dieselbe Gegenpartei. Anstatt dass jeder Anleger einzeln prozessieren muss — mit allen damit verbundenen Kosten, Risiken und Unsicherheiten —, tritt eine Stiftung im Namen aller Teilnehmer als klagende Partei vor Gericht auf.

Das Konzept ist einfach, aber wirkungsvoll: Eine einzige Klage im Namen von Hunderten oder Tausenden Geschädigten hat weitaus mehr Gewicht als ein Einzelfall. Die Gegenpartei kann ein Kollektiv nicht so ignorieren wie einen einzelnen Anleger. Der Richter erkennt das Ausmaß des Problems. Und die Rechtskosten werden auf alle Teilnehmer aufgeteilt.

Vorteile einer Sammelklage

  • Niedrigere Kosten pro Teilnehmer. Einen Betrugsfall vor Gericht zu bringen, kostet schnell Zehntausende von Euro an Anwaltsgebühren, Gerichtskosten und Ermittlungskosten. Bei einer Sammelklage werden diese Kosten auf alle Teilnehmer verteilt, sodass Sie als Einzelperson nur einen Bruchteil dessen zahlen, was ein eigenes Verfahren kosten würde. Dadurch wird der Rechtsweg für jeden zugänglich, unabhängig vom investierten Betrag.

  • Größere juristische Durchschlagskraft. Eine Klage im Namen von 1.700 Geschädigten mit einem Gesamtschaden in dreistelliger Millionenhöhe macht mehr Eindruck als eine Einzelklage über einige zehntausend Euro. Die Gegenpartei wird gezwungen, ernsthaft zu verhandeln, die Medien werden auf den Fall aufmerksam und das Gericht erkennt den strukturellen Charakter des Betrugs.

  • Professionelle Betreuung von A bis Z. Ihr Fall wird von spezialisierten Anwälten und Ermittlern mit langjähriger Erfahrung in Betrugsfällen bearbeitet. Sie müssen sich nicht selbst auf die Suche nach einem Anwalt machen, Beweise sammeln oder Verfahren führen. Wir nehmen Ihnen den kompletten Prozess ab.

  • Forensische Untersuchung. Ein einzelner Anleger kann es sich nicht leisten, eine gründliche forensische Zahlungsstromanalyse durchführen zu lassen. Bei einer Sammelklage wird diese Untersuchung kollektiv finanziert, wodurch Ressourcen für tiefgreifende Ermittlungen zur Verfügung stehen, die im Gerichtssaal den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Wofür ist sie geeignet?

Sammelklagen eignen sich hervorragend für Situationen, in denen eine große Anzahl von Menschen von derselben Partei benachteiligt wurde. Denken Sie an Anlagebetrug (wie den Fall Goodwood/Floresteca), Insolvenzen von Anlageunternehmen, bei denen Anleger ihr Geld verlieren, nicht eingehaltene Investitionsversprechen bei ausländischen Projekten und kollektive Schäden durch rechtswidriges Handeln von Vorständen.

Unsere Erfahrung

Der Hauptfall der Stiftung BFRG betrifft den Fall Goodwood, ATF und Floresteca mit mehr als 1.700 in Bearbeitung befindlichen Akten. Das investierte Gesamtkapital unserer Mandanten beläuft sich auf Hunderte von Millionen Euro. Wir haben 2015 ein einstweiliges Verfügungsverfahren beim Gericht in Amsterdam eingereicht, Berufung gegen den Vergleich über den Zahlungsaufschub von Floresteca eingelegt und jahrelange forensische Untersuchungen durchgeführt, die die rechtliche Begründung der Klage erst ermöglicht haben.