Ihren Investitionsverlust von den Gründern und Vorständen zurückfordern, die verantwortlich sind — nicht von der leeren Firma.

Was ist eine Schadensersatzforderung bei Anlagebetrug?

Eine Schadensersatzforderung ist ein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung für den Schaden, den Sie durch das rechtswidrige Handeln einer Investmentgesellschaft oder ihrer Vorstände erlitten haben. Bei Anlagebetrug geht es in der Regel um Ihren ursprünglich investierten Betrag (den Einlageschaden), zuzüglich der gesetzlichen Zinsen für den Zeitraum, in dem Ihnen Ihr Geld fehlt, sowie um eventuelle zusätzliche Kosten, die Ihnen nachweislich entstanden sind.

Das Besondere an Schadensersatzforderungen bei Anlagebetrug ist, dass das betrügerische Unternehmen selbst oft kein verwertbares Vermögen mehr besitzt — es ist bankrott, leer oder das Geld wurde beiseite geschafft. Deshalb richtet sich die Forderung nicht nur gegen das Unternehmen, sondern gezielt gegen die natürlichen Personen hinter dem Unternehmen: die Gründer, Vorstände und andere Beteiligte, die persönlich haftbar gemacht werden können.

Gegen wen wird der Anspruch erhoben?

Unsere Schadensersatzforderungen richten sich gegen mehrere Ebenen. Zunächst gegen die Vorstände, die die Investmentgesellschaft geleitet haben und die durch ihr Handeln oder Unterlassen Schäden verursacht haben — über die Organhaftung (Geschäftsführerhaftung). Darüber hinaus gegen die Gründer, die die betrügerische Konstruktion aufgebaut haben. Und gegen andere Beteiligte, die beim rechtswidrigen Handeln eine Rolle gespielt haben, wie Berater, Vermittler oder Verwalter, die ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben.

Die Bedeutung von Beweisen

Eine erfolgreiche Schadensersatzklage steht und fällt mit der Qualität der Beweise. Es reicht nicht aus zu sagen, dass Sie Geld verloren haben — Sie müssen nachweisen können, dass rechtswidrig gehandelt wurde, durch wen, und dass Ihr Schaden die direkte Folge dieser Handlungen ist. Genau aus diesem Grund ist die forensische Untersuchung der BFRG so wichtig.

Durch gründliche Untersuchungen sammeln wir das erforderliche Beweismaterial: Zahlungsströme, die zeigen, wohin das Geld geflossen ist, Unternehmensstrukturen, die die gegenseitigen Beziehungen aufdecken, Vereinbarungen und Korrespondenz, die rechtswidriges Handeln belegen, sowie finanzielle Analysen, die den Schaden untermauern.

Rechtlicher Rahmen

Schadensersatzforderungen bei Anlagebetrug basieren auf der Lehre von der unerlaubten Handlung (Artikel 6:162 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs) und der Organhaftung. Eine unerlaubte Handlung setzt voraus, dass eine rechtswidrige Handlung (der Betrug) vorliegt, Zurechenbarkeit (der Täter wusste oder hätte wissen müssen, dass er falsch handelte), ein Schaden (Ihre verlorene Investition) und ein Kausalzusammenhang (ohne den Betrug hätten Sie nicht investiert).