Insolvenz einer Investmentgesellschaft

Ihr Anlageunternehmen ist bankrott — aber das bedeutet nicht, dass Ihr Geld endgültig verloren ist.

Was passiert?

Bei einer Insolvenz wird ein Insolvenzverwalter (Curator) bestellt, der das verbleibende Vermögen des Unternehmens (die Insolvenzmasse) inventarisiert und unter den Gläubigern aufteilt. Leider erweist sich die Insolvenzmasse bei betrügerischen Anlageunternehmen oft als leer oder völlig unzureichend. Das Geld ist schließlich bereits verschwunden — ins Ausland transferiert, für übermäßige Kosten ausgegeben oder in den Taschen der Vorstände verschwunden.

Ihre Position als Anleger

Anleger sind in der Regel ungesicherte Gläubiger — sie werden erst ausgezahlt, nachdem die bevorzugten Gläubiger (Steuerbehörden, Arbeitnehmer) ihren Anteil erhalten haben. Bei leeren Insolvenzmassen bleibt für ungesicherte Gläubiger nichts übrig. Genau das geschah bei der Insolvenz von Goodwood Investments.

Organhaftung als Alternative

Der Konkurs des Unternehmens ist nicht das Ende des Weges. Die für das rechtswidrige Handeln verantwortlichen Vorstände können mit ihrem Privatvermögen persönlich haftbar gemacht werden. Über eine Sammelklage richtet sich die Forderung nicht gegen das leere Unternehmen, sondern gegen die Personen, die das Geld verschwinden ließen. Genau das macht die BFRG.

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