Das brasilianische Teakholzunternehmen, das die Plantagen verwaltet — und die Versprechen an Tausende niederländische Anleger strukturell nicht einhält.
Floresteca S.A. — Die Muttergesellschaft in Brasilien
Die Floresteca S.A. ist das brasilianische Forstunternehmen, das die Teakholzplantagen bei der Stadt Cuiabá im Bundesstaat Mato Grosso verwaltet und bewirtschaftet. Das Unternehmen ist für den gesamten Prozess verantwortlich: vom Pflanzen und Pflegen der Teakbäume bis zum Fällen, Verarbeiten und Verkaufen des Holzes. Es sind die Plantagen der Floresteca S.A., in die niederländische Anleger über Goodwood und ATF investiert haben.
Der Wert der Teakholzbestände wurde 2006 von der unabhängigen Agentur SGS auf ca. 2,4 Milliarden Euro geschätzt. Floresteca selbst hat 2010 und 2013 noch höhere Bewertungen veröffentlicht: über 4 bis 5 Milliarden Euro. Inzwischen spricht das Unternehmen jedoch von einem Wert von nicht mehr als 0,5 Milliarden Euro. Diese enorme Differenz — von Milliarden zu Hunderten von Millionen — wurde den Tausenden von niederländischen Anlegern, die Anspruch auf einen Großteil dieser Erlöse haben, nie angemessen erklärt.
Das Unternehmen gilt mittlerweile als „technisch insolvent“: Die Gesamtschulden sind höher als das Eigenkapital, und eine Umschuldung ist notwendig. Für die Anleger, die diesem Unternehmen ihr Geld anvertraut haben, ist dies äußerst beunruhigend.
Floresteca B.V. — Die niederländische Vertriebsgesellschaft
Die Floresteca B.V. Niederlande ist die niederländische Tochtergesellschaft, die Finanzprodukte an niederländische Anleger verkaufte. Das Sortiment umfasste Anleihen, Zinszertifikate, Sparzinszertifikate, Jahreszinszertifikate und High Yield Notes — alle mit dem Teakholz auf den Plantagen in Brasilien als Sicherheit.
Ein entscheidendes Detail ist, dass die Floresteca B.V. ihre Produkte bewusst als Anleihen ab 50.000 € anbot. Dadurch fiel das Unternehmen aus der Lizenzpflicht der AFM heraus — ein Konstrukt, das bewusst darauf abzielte, ohne Aufsicht agieren zu können. Dies gab Floresteca freies Spiel, ohne Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde neue Produkte an niederländische Anleger zu verkaufen.
Schwere Zahlungsprobleme
Die Floresteca B.V. Niederlande kämpft seit Jahren mit massiven Zahlungsproblemen. Es geht um mehr als 18 Millionen Euro an Zahlungsrückständen von sofort fälligen Forderungen der Anleger. Anleger, die Anspruch auf Auszahlungen hatten, wurden ständig mit wechselnden Erklärungen hingehalten: Die Bäume müssen länger wachsen, die Kosten waren höher als die Einnahmen, es wurden noch keine Käufer gefunden, die Berechnungen sind noch nicht abgeschlossen.
Zahlungsaufschub
Die Floresteca B.V. Niederlande hat einen Zahlungsaufschub (Surseance van betaling) beantragt — eine gesetzliche Regelung zur Stundung von Zahlungen. Das Unternehmen bot den Gläubigern (Anleiheinhabern) einen Vergleich an, bei dem nur ein Teil der Schulden erstattet werden sollte. Bei einer Abstimmung stimmten über 96 % der Gläubiger für den Vergleich, der anschließend vom Bezirksgericht Amsterdam gerichtlich bestätigt (homologiert) wurde.
Die BFRG hat im Namen von 22 der 839 Gläubiger gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt, da der angebotene Vergleich nach unserer Überzeugung nicht im Interesse der geschädigten Anleger war. Der Vergleich bedeutet schließlich, dass die Anleger über diesen Weg nur einen Bruchteil ihrer Investition zurückerhalten.
Unklarheit über Erlöse
Die BFRG kann den Berichten von Floresteca als Verwalter der Plantagen grundlegende Informationen nicht entnehmen. Es ist unklar, welche Vereinbarungen ATF, SATT und Floresteca untereinander getroffen haben, wie sich die Zahlungsströme entwickelt haben, wie mit der Differenz zwischen Endernte und Durchforstungsernten umgegangen wurde, wie hoch die Erlöse aus den verschiedenen Ernten waren, warum der Endernteerlös viel geringer als erwartet ausfiel und wie die Aktivitäten der Floresteca S.A. kontrolliert wurden.
Darüber hinaus ist die BFRG der Ansicht, dass die beteiligten Einheiten, soweit sie dies nachvollziehen kann, zu Unrecht keine oder fehlerhafte Jahresabschlüsse hinterlegt haben. All dies deutet auf einen strukturellen Mangel an Transparenz hin, der die Interessen der Anleger schwer schädigt.
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Dies ist die vorerst letzte Möglichkeit, sich als geschädigter Kläger für das Schadensersatzverfahren anzumelden, um Ihren Schaden über dieses bevorstehende Gerichtsverfahren zurückzufordern.
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