Goodwood Investments B.V.

Der größte Teakholz-Anlagebetrug des 21. Jahrhunderts — mehr als 14.000 geschädigte Anleger, über 300 Millionen Euro investiert und Milliarden an erwarteten Erlösen, die nie ausgezahlt wurden.

Was war Goodwood Investments?

Die Goodwood Investments B.V. war ein niederländisches Unternehmen, das Teakholzparzellen und Garantiepläne an Privatanleger verkaufte. Das Unternehmen wurde in den neunziger Jahren gegründet und entwickelte sich schnell zu einem der größten Verkäufer von ausländischen Forstinvestitionen in den Niederlanden. Anleger kauften Hektar von Teakholz auf Plantagen in Brasilien, die von der Floresteca S.A. bewirtschaftet wurden, mit dem Versprechen attraktiver Renditen nach einer Wachstumszeit von 20 bis 25 Jahren.

Der Verkauf erfolgte über ein großes Team von Telefonverkäufern, die täglich niederländische Bürger anriefen. Die Verkäufer arbeiteten mit Gesprächsleitfäden und wurden durch Umsatzstaffeln und Boni in Form von Geld, Reisen und Elektronik motiviert. Nach dem Telefongespräch erhielt der potenzielle Anleger eine professionell gestaltete Broschüre mit beeindruckenden Renditeprognosen. Der Vertriebsapparat war besonders effektiv — letztendlich investierten rund 14.000 Niederländer einen Gesamtbetrag von über 300 Millionen Euro.

Garantiepläne und Teakholzparzellen

Goodwood bot zwei Arten von Produkten an. Die Garantiepläne versprachen eine garantierte Auszahlung zu einem bestimmten Datum, unabhängig vom tatsächlichen Ertrag des Teakholzes. Die Teakholzparzellen ohne Garantie gaben dem Anleger das Recht auf den Erlös aus dem Einschlag einer bestimmten Parzelle. In beiden Fällen wurde eine Rendite in Aussicht gestellt, die in der Praxis nie erzielt wurde.

Ein grundlegendes Problem bestand darin, dass Goodwood für die Garantiepläne Rücklagen bilden musste, um die garantierten Auszahlungen decken zu können. Das Unternehmen hat dies versäumt — es wurden keine Rücklagen gebildet, wodurch sich die Garantien faktisch als wertlos erwiesen.

Konflikt mit der AFM und DNB

Goodwood Investments geriet in Konflikt mit der Autoriteit Financiële Markten (AFM) und De Nederlandsche Bank (DNB). Das Unternehmen hatte keine Lizenz zum Anbieten von Finanzprodukten und ignorierte jahrelang Gesetze und Vorschriften. Nach mehreren Gerichtsverfahren wurde Goodwood 2006 endgültig gezwungen, den Verkauf von Garantieprodukten einzustellen.

Dieses Verbot war der Anfang vom Ende für Goodwood als eigenständiges Unternehmen. Ohne Neuverkäufe versiegte die Einnahmequelle, während die Verpflichtungen gegenüber den bestehenden Anlegern bestehen blieben.

Die Übertragung an Floresteca

Nach dem Verbot durch die AFM passierte etwas Bemerkenswertes. Die schlechten Verkäufer wurden entlassen, aber die besten Verkäufer von Goodwood wurden zwangsweise zur Floresteca B.V. Niederlande versetzt. Sie erhielten den Auftrag, ihren bestehenden Kundenstamm mitzunehmen und Goodwood-Anleger mit dem Vorschlag zu kontaktieren, ihre Beteiligungen gegen Floresteca-Anleihen einzutauschen — gegen hohe Zuzahlungen.

Die Botschaft an die Anleger lautete, dass es mit Goodwood kein gutes Ende nehmen würde und sie besser zu Floresteca wechseln sollten. In Wirklichkeit wurden die Anleger auf diese Weise ein zweites Mal finanziell benachteiligt: Sie mussten für den Wechsel zuzahlen, und die Rechte an ihren ursprünglichen Goodwood-Beteiligungen verfielen an Floresteca.

Insolvenz

Die Goodwood Investments B.V. ging letztendlich in Konkurs. Der Insolvenzverwalter fand eine leere Insolvenzmasse vor — es gab praktisch kein verwertbares Vermögen mehr. Für einzelne Anleger, die ihre Forderung beim Insolvenzverwalter einreichten, blieb nichts übrig. Dies unterstreicht die Bedeutung eines alternativen Weges: eine Sammelklage, die sich gegen die persönlich haftbaren Geschäftsführer richtet, nicht gegen das leere Unternehmen.

Ihre Rechte als Goodwood-Anleger

Haben Sie über Goodwood Investments investiert? Dann wurden Sie wahrscheinlich betrogen. Der Konkurs des Unternehmens bedeutet nicht, dass Ihr Geld für immer verloren ist. Ihr Einlageschaden kann von den Gründern und Geschäftsführern, die für das rechtswidrige Handeln verantwortlich sind, zurückgefordert werden. Über die Organhaftung (Geschäftsführerhaftung) und unerlaubte Handlung können diese Personen persönlich für den von Ihnen erlittenen Schaden zur Verantwortung gezogen werden.

Die Stiftung BFRG führt diese Sammelklage seit Jahren und hat die rechtliche Begründung dafür durch gründliche forensische Untersuchungen aufgebaut. Unsere Anwälte sind der Ansicht, dass gute Erfolgsaussichten bestehen.

Achtung!

Dies ist die vorerst letzte Möglichkeit, sich als geschädigter Kläger für das Schadensersatzverfahren anzumelden, um Ihren Schaden über dieses bevorstehende Gerichtsverfahren zurückzufordern.

Die Bureau Fraude Recht & Geldzaken B.V. empfängt die Anmeldeformulare unserer Stiftung und wird sich telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen, um alle Details mit Ihnen zu besprechen. Melden Sie sich jetzt an, solange es noch möglich ist!

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